Kunsturhebergestz ( KunstUrhG )
§ 22 Recht am eigenen Bilde
Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau
gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der/ die Abgebildete dafür,
dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode der/ die Abgebildeten bedarf
es bis zum Ablauf von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen der/ die Abgebildeten.
Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte und die Kinder der/ die
Abgebildeten, und wenn weder ein Ehegatte noch Kinder vorhanden sind, die Eltern der/ die
Abgebildeten.
§ 23 Ausnahmen zu § 22
(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt
werden:
1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen
Örtlichkeit erscheinen;
3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten
Personen teilgenommen haben;
4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder
Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die
ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner
Angehörigen verletzt wird.
Quelle: Kunsturhebergesetz (KunstUrhG)