Vorwort
Als ich anfing mich mit dem Thema BDSM auseinander zu setzen, musste ich feststellen,
dass es keine genaue einheitliche Definition gibt.
BDSM ist so facettenreich, das jeder individuell seine eigene Definition finden muss.
Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Lesern sich einen großen Schrank vorzustellen.
Dieser Schank beinhaltet nur Schubladen die in verschiedene Abschnitte angeordnet sind. Die
Abschnitte sind nach Überbegriffen geordnet, die Schubladen beinhalten die facettenreichen
Unterschiede.So kann man sich individuell sein ganz persönliches BDSM zusammensuchen. Man
nimmt sich heraus, was einen persönlich betrifft.
Die/der eine mehr, der/die andere weniger.
Auf meinen Seiten werde ich dem zu folge auch lediglich MEINE Definition
erklären.
BDSM in dem Sinne wie ich es verstehe hat nichts , aber auch rein gar nichts,
mit Gewaltverherrlichung zu tun.
Hier kannst du erst einmal lesen, was sich hinter den Buchstaben BDSM verbirgt.
BDSM ist die Zusammensetzung der Grundworte BD (Bondage) D/S (Dominanz/ Submission) und SM
(Sadismus / Masochismus)!
Grundlegend gesehen beschreibt jeder dieser Begriffe eine bestimmte „Spielart“, die aber in
den praktischen Ausführungen zwischen den Personen variiert.
Diese Art beinhaltet die Bewegungseinschränkung, aber kann auch genauso die
kunstvolle Verzierung eines Gegenübers bedeuten. Beides ist durchaus wieder zusammen
kombinierbar.
Hierbei geht es um den Machtaustausch. Auch greift es in D & S ein.
Das kann physisch als auch psychisch erfolgen. Der devote Part unterliegt dem dominanten
Part.
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- Dominance = lat. für Beherrschen
Submission =
Unterwerfen
Unter Dominanz versteht man eine physischen und/ oder psychischen Methode,
sein Gegenüber unter „Kontrolle“ zu bekommen.
Man spricht hier von einem „Dom“ oder einer „Domina“.
Während der dominante Part beherrscht, Unterwirft sich der submissive Part freiwillig
seinem Gegenüber.
Hier spricht man von „Sub“.
Dominanz handelt also von einem Machtaustausch zwischen Dominanz und Submission.
Hier handelt es sich wieder um ein facettenreiches Angebot…
Schlagworte hier wären z.B.
Erniedrigung, Unterwerfung (unterordnen) und Beherrschung (also derjenige, der die Macht
hat).
Es gibt natürlich auch noch andere, verschiedene Arten von Spielen, die ein jeder für sich
entscheiden muss, ob es auf ihn persönlich so zutrifft. Da hätten wir z B.:
Ponyspiele, unartiges Kind, Schüler und Lehrer u. v. m.
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Auch hier reden wir wieder von Machtaustausch, welcher jedoch nicht unbedingt mit Dominanz
zu tun haben muss.
Sadismus im Kontext BDSM dient der (sexuellen) Erregung. Wobei dies einem Vorspiel zum
Geschlechtsverkehr genauso gut dienen kann wie während des Geschlechtverkehres selbst als
auch ohne Geschlechtsverkehr.
Sadismus kann in physischer (z.B. Schmerzen) als auch in psychischer (z.B. Demütigungen) Form
ausgeführt werden.
Wenn man von Masochismus spricht, dann versteht man darunter, dass jemand Lust am Schmerz
empfindet.
Masochismus im Kontext BDSM dient ebenfalls der (sexuellen) Erregung und/oder Befriedigung.
Wobei ein Masochist sein Lustempfinden aus dem Schmerz heraus zieht.
Dieser so genannte Lustschmerz muss nicht unbedingt auf physischer Ebene (z.B. Schlagen)
stattfinden, genauso gut kann er auch psychischer z.B. Demütigung) Auswirkung sein.
Durch physisch ausgelösten Schmerz, empfindet ein Masochist eine verstärkte Sensibilität der
Haut. Das bedeutet, jede noch so leichte Berührung wird verstärkt von einem Masochisten
wahrgenommen.
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Fetisch
Auch wenn in dem Grundwort BDSM kein Buchstabe dafür vorgesehen ist, so
gehört Fetisch ebenfalls hier her.
Wie auch in den eben erklärten Begriffen, versteht man unter einem Fetisch eine (sexuelle)
Erregung und/oder Befriedigung.
Auch hier kann diese lediglich im Kopf entstehen und/oder körperlicher Natur sein.
Etwas zum Nachdenken
Alles in allem möchte ich darauf hinweisen, das BDSM
auf gegenseitige Freiwilligkeit, Vertrauen und Verantwortung beruht.
Es spielt dabei keine Rolle ob passiv oder aktiv.
Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass man sich hier in einem
Grenzbereich befindet.
Im gesetzlichen Kontext reden wir hier von (schweren) Straftaten wie z.B.
Nötigung, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, versuchte Tötung usw.